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Mittwoch, 25. April 2018
   
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Welttag des Buches am 23.04.2018, 19:00 Uhr

Veranstaltung der Heinrich-Mann-Bibliothek

im Vortragsraum der Stadtwerke

 

 

Veranstaltung mit Dr. Dominique Görlitz

Ungelöste Rätsel der Entdeckergeschichte

 

Die Entdeckung der Welt und ihrer Ozeane ist eines der letzten großen Geheimisse der Menschheitsgeschichte. Kein Wissenschaftler kann heute genau sagen, wann der Mensch das erste Mal aufbrach, um die Weite der Meere zu erforschen. Das betrifft auch die früheste Besiedelung der Neuen Welt und der Antarktis.

Erste genauere Hinweise über die Existenz Amerikas finden sich relativ spät in der Antike. So berichtete bereits der ägyptische Kartograph Eratosthenes im 3. Jahrhundert v. Chr. von großen, bewohnten Landmassen im Westen des Atlantischen Ozeans. Noch geheimnisvollere Hinweise auf antikes kartographisches Wissen, geben einige Rätselkarten aus dem frühen 16. Jahrhundert, die bereits den amerikanischen Doppelkontinent und sogar die Antarktis abbilden, obwohl diese Gebiete erst in den darauffolgenden Jahrzehnten oder gar Jahrhunderte später erkundet wurden.

 

Themen: Proto-Kartographie, Antarktis, Entdeckergeschichte, transozeanische Reisen vor Kolumbus.

 

Dr. Dominique Görlitz beschäftigt sich seit 20 Jahren mit der Experimentalarchäologie. Diese interdisziplinäre Forschung berührt auch das Studium der Kartographiegeschichte. Mit seinem Vortrag präsentiert er neueste Erkenntnisse, dass bereits die Zivilisationen des Altertums über weitaus mehr Wissen über die Gestalt der Erde und ihrer Ozeane verfügten, als es in den Geschichtsbüchern niedergeschrieben steht. Der Vortrag nimmt den Zuhörer mit auf eine Entdeckungsreise zu alten Kartenwerken der frühen Neuzeit und in voreiszeitliche Höhlenkunstwerke, die nur wenige Menschen bisher zu Gesicht bekamen.

 

Neuere Untersuchungen insbesondere an den Globen des Nürnberger Kartographen Johannes Schöner, enthüllen unglaubliche Kenntnisse über die fernen Kontinente im Süden und Westen, die er so in seiner Zeit nicht besessen haben könnte. Mit Hilfe neuster Computersimulationen und Georeferenzierung gelingt es Görlitz und dem Dresdner Team um Prof. Manfred Buchroithner und Dr. Andreas Bruschke weiteres Licht in bisher nur wenig aufgeklärte Entdeckungsgeschichte der Antarktis zu bringen. Die kartographischen Darstellungen des frühen 16. Jh. werfen Fragen auf, die man der gängigen Geschichtsschreibung gegenwärtig nicht beantworten kann.

Der Vortrag nimmt sie mit auf eine Reise zu heute unbekannten Kulturen, die schon zu einem viel früheren Zeitpunkt begannen, die Welt zu vermessen. Nach dem Motto: „Neues ist nur gründlich vergessenes Altes“ werfen viele dieser Karten Fragen über die Herkunft dieses Geowissens auf. Dennoch schmälert die Tatsache, dass man heute noch keinen Urheber für dieses kartographische Wissen vorweisen kann, nicht den Fakt, dass diese Karten existieren.

Werden Sie Zeuge einer der unglaublichsten Zeitreisen zurück zu den Anfängen der Kartographie- und Entdeckergeschichte.

 

 

Der Eintritt beträgt 10,00 €. Um Voranmeldung unter 03341/314031 wird gebeten!
 

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